BINGO!-Umweltstiftung und Bürgerstiftung Wittingen fördern Projekt der Kreisarchäologie & Archäologischen Arbeitsgemeinschaft

Das Scheibenkreuz befindet sich in der Restaurierung.

Bei einem Unfall im Sommer 2018 war das Scheibenkreuz von Rade, ein spätmittelalterliches Denkmal, stark beschädigt worden. Der Unfallverursacher hat sich nicht gemeldet. Die Kreis- und Stadtarchäologie Gifhorn und die Archäologische Arbeitsgemeinschaft im Museums- und Heimatverein Gifhorn e.V. haben Mittel eingeworben, um das Scheibenkreuz bei der auf Steinrestaurierung spezialisierten Firma Schmalstieg in Burgwedel wiederherstellen zu lassen. Zusätzlich soll eine Kopie angefertigt werden. Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung (NBU) fördert das Projekt mit einem Betrag von rund 7.700 Euro. Weitere 1.000 Euro steuert die Bürgerstiftung Wittingen bei. 

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Sortierung des Archivs der Kreisarchäologie Gifhorn

alle Artefakte werden in beschrifteten Kartons gelagert

Hand in Hand arbeiten die Mitglieder der Archäologischen Arbeitsgemeinschaft zusammen um Ordnung ins Archiv zu bringen. Viele neue Fundstücke wurden katalogisiert, fotografiert und in Kartons verpackt und müssen nun in die bestehende alphabetische Ordnung eingefügt werden. Jeder Ort im Landkreis Gifhorn hat seinen Platz im Lager unter dem Dach der Kreisarchäologie. Eine staubige und langwierige Aufgabe, die uns noch manchen Abend unser 14tägigen Treffen begleiten wird.

Vom Limes bis an die Nordsee – Römer innerhalb und außerhalb des Reiches

Vortrag von Dr. Kai Mückenberger, Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Limes-Beauftragter, am Dienstag, 11. Februar 2020, 19 Uhr, im Museum Burg Brome

Der von der Kreis- und Stadtarchäologie Gifhorn organisierte Vortrag schlägt einen Bogen von aktuellen Forschungsansätzen zur Römerforschung entlang der ehemaligen Reichsgrenze hin zu ausgewählten Fundplätzen des nordwestdeutschen Raumes, die für die Erforschung der Römischen Kaiserzeit im sogenannten Barbaricum von nachhaltiger Bedeutung sind. Schlaglichtartig werden dabei die aktuellen Diskussionen um den vermeintlichen Ort der Varusschlacht bei Bramsche aufgegriffen, der auch nach über 30 Jahren Forschung noch einige ungelöste Fragen bereithält. Weiterlesen

Archäologische Prospektion an der Sassenburg

Die neu eingerichtete Stadtarchäologie begleitet ein Projekt, das in Kooperation mit dem Archäologen Uwe Kraus M.A. von der Universität Leipzig durchgeführt wird. Studierende der Archäologie haben an einem der wichtigsten Bodendenkmäler der Stadt Gifhorn, der sogenannten Sassenburg, eine archäologische Prospektion vorgenommen. Im Gepäck hatten Sie dazu u.a. moderne Messinstrumente, um zerstörungsfrei in den Untergrund blicken zu können. Zur Ausrüstung gehörte z.B. auch ein Magnetometer, mit dem man kleinste Unterschiede im Magnetfeld und damit verborgene Strukturen unter der Erdoberfläche feststellen kann. Mitglieder der Archäologischen Arbeitsgemeinschaft halfen ebenfalls bei den Untersuchungen.

Das archäologische Jahr im Landkreis Gifhorn: ein Rückblick auf 2019

Vortrag von Dr. Ingo Eichfeld (Kreis- und Stadtarchäologie Gifhorn), am Dienstag, 14. Januar 2020, 19 Uhr, Historisches Museum Schloss Gifhorn

AG-Mitglieder bei der Grabung in Calberlah.

Der Täter kehrt oft an den Tatort zurück: Diese kriminalistische Binsenweisheit trifft auch auf Archäologen zu! So erschienen die Archäologen im Jahr 2019 erneut an der KiTa-Neubaustelle in Calberlah, um die Spuren einer mehr als 2000 Jahre alten Siedlung zu dokumentieren. Großes Interesse erregte im zurückliegenden Sommer zudem die Grabung eines US-Teams, das in der Gemarkung Müden die Absturzstelle eines im 2. Weltkrieg abgeschossenen Flugzeugs untersuchte. Weiterlesen

Grabung in Gifhorn / Hospiz

Freilegen der Fläche für einen Profilschnitt

In Gifhorn soll an der Konrad-Adenauer-Allee im nächsten Jahr ein Hospiz entstehen und gerade in diesem Bereich wird der Verlauf der alten Stadtmauer vermutet. Da dieser Bereich zudem der letzte Ort ist, der noch nicht überbaut wurde, war die Hoffnung der Archäologischen Arbeitsgemeinschaft groß, hier tatsächlich noch Beweise für den Verlauf freizulegen. Am 11.10.2019 begannen die schweisstreibenden Rodungsarbeiten, auf denen die Ausgrabungen eines ca 30 m langen Schnittes folgten. Auf diesem Weg wollen wir zu einem aussagekräftigen Profil der Erdschichten und möglichen Funden kommen. Leider war uns dieses bislang noch nicht gegönnt und so müssen wir wohl noch wesentlich tiefer bzw an anderen Stellen weitergraben um Ergebnisse zu erhalten.

Grabung Rötgesbüttel

abschnittsweises Fotografieren des langen Schnitt-Profils mit Beschattung

Im September hatte die Archäologische Arbeitsgemeinschaft im Maaßeler Lindenwald eine Wochenend-Grabung durchgeführt. Laserscans hatten gezeigt , dass sich durch dieses Naturschutzgebiet eine auffällige Linie zieht. Dr. Ingo Eichfeld vermutete eine Landwehr, die um 1000 nach Christus als Grenze der Bistümer Hildesheim und Halberstadt genutzt worden war. Um dieses zu überprüfen, machten wir uns mit Schaufeln, Spaten, Kellen und Schubkarren auf den Weg. Inmitten des Waldes machten wir uns ans Werk, bedingt durch den heißen trockenen Sommer erwies sich dieses als Sisyphusarbeit. Nicht nur die zahlreichen Wurzeln, auch die knochentrockene Erde ließ sich nur sehr mühsam mittels Spitzhacken entfernen. Letztendlich konnten wir im Grabungsprofil einen Wegquerschnitt darlegen. Leider blieben aussagekräftige Funde aus, um eine genaue Datierung zu wagen. Herzlichen Dank an die Unterstützer, die das Grabungsteam mit verschiedenen süßen Kuchen und leckeren Zwiebelkuchen bei Kräften hielten.